Bilanzpressekonferenz

Wilhelmshaven, 13. April 2017

  • „4,0 Prozent Dividende auch in diesem Jahr“

Der Vorstand der Volksbank Wilhelmshaven blickt zufrieden auf ein erfolgreich verlaufendes Geschäftsjahr 2016 zurück. Vorstand und Aufsichtsrat werden den Vertretern der Bank am 14. Juni die Zahlung einer Dividende in Höhe von 4,0 Prozent vorschlagen. Zudem werden die Rücklagen gestärkt, um die  künftigen Eigenkapitalanforderungen auch weiterhin jederzeit zu erfüllen.

In einem durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die weiter steigenden regulatorischen Anforderungen äußerst heraus-fordernden Umfeld kann die Volksbank Wilhelmshaven auf ein mehr als zufriedenstellend verlaufenes Geschäftsjahr 2016 zurück blicken, wie der Vorstand der Bank, dem seit dem 01. April neben Norbert Philipp und Günter Dresen auch Andre Niemeyer angehört,  im Pressegespräch mitteilte.

Das betreute Kundenwertvolumen stieg um 9,3 Prozent auf 657,7 Millionen Euro. Dabei erhöhte sich das betreute Kundenanlage-volumen mit 33,8 Millionen Euro = 11,8 Prozent deutlich stärker als das betreute Kundenkreditvolumen. Hier wurde ein Zuwachs von 22,1 Millionen Euro = 7,0 Prozent erreicht. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 10,7 Prozent = 34,7 Millionen Euro auf 357,2 Millionen Euro. Die Kundenkredite stiegen um 6,2 Prozent = 14,3 Millionen Euro auf 247,2 Millionen Euro und  die Einlagen um 13,1 Prozent auf 233,5 Millionen Euro.

Der deutliche Anstieg des betreuten Kundenkreditvolumens und auch der Kundenkredite ist in erster Linie auf eine weiterhin rege Nachfrage zur Finanzierung von gewerblichen und privaten Immobilieninvestitionen zurückzuführen. Dabei ist festzustellen, dass die Immobilienpreise auch in Wilhelmshaven angezogen haben, allerdings wir noch weit von einer Überhitzung entfernt sind, wie Norbert Philipp feststellte.

Trotz des anhaltenden Niedrigzinsniveaus sowie der für Guthaben bei der Deutsche Bundesbank zu zahlenden Negativzinsen, erhöhte sich der Zinsüberschuss in 2016 um 242 TEUR = 3,1 Prozent auf 8.095 TEUR. Der Provisionsüberschuss reduzierte sich um 1,7 Prozent, von 36 TEUR auf 2.046 TEUR. Während sich die Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften und aus den weiteren Vermittlungstätigkeiten reduzierten (- 151 TEUR), konnten die Erträge aus dem Zahlungsverkehr (+ 69 TEUR) aufgrund gestiegener Transaktionen und aufgrund der moderaten Preisanpassung gesteigert werden.

Die Verwaltungsaufwendungen inklusive Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich um 272 TEUR = 3,8 Prozent auf 7.417 TEUR. Während die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr mit 3.988 TEUR nahezu unverändert blieben, erhöhten sich die anderen Verwaltungsaufwendungen bedingt durch Einmaleffekte um 182 TEUR = 7,2 Prozent auf 2.712 TEUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen in Folge der in den letzten beiden Jahren getätigten Investitionen um 29,2 TEUR = 4,2 Prozent auf 717,2 TEUR.

Aufgrund der positiven Entwicklung und der weiter steigenden Anforderungen wurde die Anzahl der Mitarbeiter von 78 (einschließlich 7 Auszubildende) auf 81 (einschließlich 8 Auszubildende) aufgestockt. Die gestiegenen Anforderungen schlugen sich auch in einer deutlichen Ausweitung der verschiedensten internen und externen Schulungen wieder. So erhöhte sich die Anzahl der Schulungstage für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 216 in 2015 auf 310.

Auch wenn das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 3.076 TEUR nicht ganz das Niveau des Vorjahres (3.267 TEUR, -191 TEUR = 5,8 Prozent) erreichte, zeigte sich Günter Dresen vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen mit dem Erreichten äußerst zufrieden. Dies insbesondere auch, weil das bereits im Vorjahr mit 267 TEUR positive Bewertungsergebnis nochmals verbessert werden konnte. Es veränderte sich um 153 TEUR auf 420 TEUR. Die Eigenanlagen sind weiterhin nach dem strengen Niederstwertprinzip und die Kundenforderungen sind sämtlich mit der notwendigen kaufmännischen Vorsicht bewertet. Insgesamt veränderte sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit mit einem Rückgang von 38 TEUR auf 3.496 TEUR kaum.

Neben den Mitgliedern, die sich, sofern die Vertreter dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Zahlung einer Dividende von 4,0 Prozent folgen, dürfen sich auch der Fiskus und der Kämmerer der Stadt über einen um 156 TEUR = 17,1 Prozent auf 1.069 TEUR gestiegenen Steueraufwand freuen. Nach Einstellung von insgesamt 1,8 Millionen Euro zur Stärkung des Eigenkapitals verbleibt mit 635 TEUR ein Bilanzgewinn nahezu in Vorjahreshöhe (Vorjahr 621 TEUR).

Die Mitgliederentwicklung ist geprägt von der demografischen Entwicklung in der Stadt und in der Volksbank Wilhelmshaven. Trotz der Tatsache, dass erneut viele neue Mitglieder gewonnen werden konnten, reduzierte sich die Zahl der verbleibenden Mitglieder von 7.585 auf 7.572 Mitglieder.

Mit einer Gesamtkapitalquote von 16,1 Prozent und einer Kernkapitalquote von 12,9 Prozent erfüllt die Bank bereits heute die Anforderungen aus den Eigenmittelanforderungen des Gesetzgebers und der Aufsicht. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt 39,5 Millionen Euro (Vorjahr: 32,7 Millionen Euro) und die Eigenmittel gemäß Artikel 72 der CRR belaufen sich auf 42,8 Mio. Euro (Vorjahr: 36,1 Millionen Euro).