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Volksbank Wilhelmshaven eG
BLZ: 28290063
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F. Günter Dresen, Frank Lehmann, Norbert Philipp

Bulle und Bär war gestern – heute sprechen wir über Kamele

 

Börsenexperte Frank Lehmann überzeugte beim Unternehmerforum der Volksbank Wilhelmshaven eG mit einem emotionalen Vortrag über Optimisten, Pessimisten und die Psychologie der Märkte.
Zum Auftakt des vierten Unternehmerforums der Volksbank Wilhelmshaven eG zitierte Vorstandsmitglied Norbert Philipp den aus der Volksbanken-Werbung bekannten ehemaligen Fußballtrainer Dettmar Cramer. „Solange besser möglich ist, ist gut nicht genug.“ Dieser Herausforderung wolle sich die Bank stellen. Unter dem Motto „Alles neu macht der März“ hat die Volksbank ab dem 12. März ein attraktives Tagesgeldkonto im Angebot, dessen Zinssatz wahrscheinlich der Beste aller nicht verkaufter, teil- oder gar ganz verstaatlichter Banken der Stadt ist! Gleichzeitig soll das neue VR-ExklusivKonto im Girokontenbereich neue Wege gehen. Versehen mit einem Leistungsversprechen und der nahezu einzigartigen Möglichkeit, die VR-BankCard mit einem selbst zu wählenden Motiv persönlich zu gestalten.

Als Gastredner durften sich die Unternehmerinnen und Unternehmer über den Börsenexperten Frank Lehmann freuen. Bekannt aus der TV-Sendung „Börse im Ersten“ machte er sich auch als Buchautor und kompetenter Gesprächspartner in Funk und Fernsehen einen Namen. Zuletzt konnte man Lehmann im Januar bei Sandra Maischberger bewundern, wie er zum Thema „Erstes Gebot für Banker – der Kunde bleibt der Dumme“ klar Stellung bezog und die Alleinschuld an der Misere nicht nur den Kreditinstituten zuschob.

Der Vortrag in Wilhelmshaven trug den Titel „An der Börse ist alles möglich – auch das Gegenteil“, wobei sich Lehmann dem Zitat des bereits verstorbenen ungarischen Börsenexperten André Kostolany bediente. Zunächst stellte Frank Lehmann den Gästen die Symbolfiguren der internationalen Börsen vor. Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Märkte, sind überall präsent. Das dritte „Tier“, was an den Börsen beteiligt ist war den meisten Gästen jedoch bisher nicht bekannt. Das „Kamel“ steht laut Aussage von Frank Lehmann für den Privatanleger, der sich vor einer langen Durststrecke in der Wüste „richtig vollsäuft“. Oder nach Kostolany: „An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten.“

Es ging um verändertes Kommunikationsverhalten, die im Rahmen der dotcom-Blase beobachtete „Gier frisst Hirn“ Mentalität, um Staatsverschuldung und Weltwirtschaftskrisen. Und darum, dass Anleger stets ein antizyklisches Kauf- und Verkaufsverhalten an den Tag legen sollten. Doch selbst, wenn man die Wirtschaft analysiert – langfristigen Erfolg wird nur haben, wer sein Vermögen breit streut und gut strukturiert. Denn gerade die Kapitalmärkte wandeln sich von Zeit zu Zeit. Beteiligungen an Rohstoffen, Pharmawerten, Bio- oder Nanotechnologien – die richtige Mischung macht´s. Frank Lehmanns Erfolgsrezept lautet: Geduld, genaue Analyse, langfristiger Horizont und keine Emotionen. Nur dann kann man der Aussage „An der Börse kann man ein kleines Vermögen machen – aus einem Großen!“ erfolgreich entgegentreten.