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Volksbank Wilhelmshaven eG
BLZ: 28290063
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Geschäftsmodell als Erfolgsrezept

Volksbank Wilhelmshaven mit Geschäftsjahr 2009 zufrieden

„Kontrollierte Offensive“ – so lautete das Motto der Volksbank Wilhelmshaven in der Wirtschaftskrise. „Trotz eines schwierigen Umfeldes ist das Geschäftsjahr 2009 zufriedenstellend verlaufen“, bilanzierten Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Wilhelmshaven bei der Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank am 09. Juni 2010. Das Geheimnis des Erfolges sei einmal mehr das eigene Geschäftsmodell gewesen. „Die Suche nach Sicherheit, Verlässlichkeit und Solidität treibt die Menschen auch bei uns in der Region Wilhelmshaven an“, sagte Günter Dresen. Auch die Volksbank Wilhelmshaven verfolgt diese Ziele schon seit vielen Jahren. In diesem Zusammenhang auch ein klares Wort zu der von der Bundesregierung geplanten Bankenabgabe: Die Volksbanken und Raiffeisenbanken gehören nicht zu den Verursachern der Finanzkrise, sie haben den Steuerzahler in den vergangenen 160 Jahren keinen Cent gekostet, sondern über die Jahre viele Milliarden Steuern bezahlt. Allein im vergangenen Jahr fast zehnmal mehr als die deutschen Großbanken. Eine Bankenabgabe wird von der Volksbank Wilhelmshaven und den Volksbanken und Raiffeisenbanken abgelehnt, weil weder gerecht noch erforderlich. Die Bilanzsumme der Volksbank Wilhelmshaven reduzierte sich zum Teil bedingt durch stichtagsbedingte Schwankungen im Jahr 2009 um 5,6 Prozent auf 172 Millionen Euro. Das Kundengesamtvolumen, also die Gesamtheit der Einlagen und Ausleihungen inklusive der Verbundprodukte, verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 30 Millionen Euro auf 383 Millionen Euro. Dies ist in erster Linie auf das um rd. 23 Mio. Euro zurückgegangene betreute Kundenkreditvolumen zurück zuführen. Ursächlich hierfür war die sehr gute Liquiditätslage bei einigen mittelständischen Unternehmen zum Jahresende. Dies hat zu deutlich geringeren Inanspruchnahmen der zur Verfügung gestellten Kredite zum Jahresende geführt. Inzwischen haben sich die Inanspruchnahmen wieder erhöht und die Normalwerte des Jahres 2009 erreicht. Der Mittelstand als Rückgrat und Herzstück der deutschen Wirtschaft habe in der Krise Schlimmeres verhindert, betonte Günter Dresen, Vorstand der Volksbank Wilhelmshaven. Als Teil des Mittelstandes habe die Volksbank Wilhelmshaven dazu ihren Beitrag geleistet. „Wir haben jeden vertretbaren Kredit gewährt“, so Günter Dresen. Von einer Kreditklemme könne in der Region Wilhelmshaven keine Rede sein. 183 Millionen Euro hatte die Bank im Jahre 2009 an Mitglieder und Kunden ausgeliehen. Darin seien 17 Millionen an neuen Kredit-Engagements enthalten, die zum 31. Dezember 2009 erst zum Teil von den Kunden in Anspruch genommen wurden. Das Firmenkundengeschäft legte dabei zu. „Es ist nach wie vor so, dass unser Angebot die Nachfrage weit übersteigt. Aus dem Stand heraus könnten wir mehrere Millionen Euro zusätzlich an Krediten vergeben“, betonte Günter Dresen. Auch bei den Kundeneinlagen waren zum Teil stichtagsbedingte Rückgänge zu verzeichnen. Neben den täglich fälligen Einlagen, die um 3,7 Millionen Euro auf 38,2 Mio. Euro zulegten, war vor allem das gute alte Sparbuch gefragt. Die Spareinlagen erhöhten sich um knapp 1,0 Mio. Euro auf 73,4 Mio. Euro. „Das Bedürfnis nach Sicherheit ist nach wie vor hoch“, so Vorstandsmitglied Günter Dresen. Insgesamt reduzierten sich die Kundeneinlagen um rd. 10 Mio. Euro auf 135 Mio. Euro. Begünstigt durch die positiven Entwicklungen am Aktienmarkt gab es in den Depots der Kunden Zugewinne. Darüber hinaus blieben die betreuten Kundenguthaben bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall mit 8,6 Mio. Euro nahezu konstant und die Rückkaufwerte bei den R+V Kapitallebensversicherungen haben weiter zugelegt. Nicht zufrieden zeigte sich der Vorstand mit der Mitgliederentwicklung im Jahr 2009. Trotz insgesamt 218 neuen Mitgliedern reduzierte sich die Zahl der verbleibenden Mitglieder auf 7.141. „Durch unsere Mitgliederreisen und Veranstaltungen wollen wir möglichst viele unserer Kunden auch zu unseren Mitgliedern machen“, sagte Günter Dresen. „Eine gute Bank definiert sich über weit mehr als über ein kostenloses Girokonto“, betonte Günter Dresen. Regionalität und Nähe haben ihren Preis. Während der Überschuss aus dem Provisionsgeschäft mit annähernd 2 Mio. Euro nahezu konstant gehalten werden konnte, legte der Zinsüberschuss um nahezu 500 TEUR = 10,3 Prozent auf knapp 5,3 Mio. Euro zu. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Wesentlichen bedingt durch Einmalaufwendungen um 478 TEUR = 9,3 Prozent auf 5,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das Betriebsergebnis vor Bewertung um rd. 190 TEUR = 13,6 Prozent auf nahezu 1,6 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 303 TEUR um 16,8 Prozent auf 354 TEUR. Insgesamt zeigten sich die Vorstände mit dem Ergebnis des Jahres 2009 zufrieden. Nach der Zustimmung zum Jahresbericht und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Mitgliedervertreter der Ausschüttung einer Dividende von 4,00 Prozent = 225.475,97 Euro für das Jahr 2009 zu. 130 TEUR gehen in die Rücklagen des Genossenschaftsinstituts. Vorstand und Aufsichtsrat wurden von den Mitgliedervertretern jeweils einstimmig entlastet. Die durch Ablauf der Wahlzeit ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Dipl.-Ing. Eckhard Stein (Versorgungstechniker), Dipl.-Kfm. Peter-Michael Nilges (Steuerberater) und Dr. Reinhard Sprauer (Kardiologe) wurden einstimmig für weitere 3 Jahre wiedergewählt. In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurden die Herren Eckhard Stein als Vorsitzender des Aufsichtsrates und Peter Marahrens als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates bestätigt. Erfolg kommt nicht von ungefähr, er wird hart erarbeitet. Nicht von Einzelnen, sondern von allen gemeinsam. „Der persönliche Einsatz, die Kreativität und die Kraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben uns gemeinsam besser gemacht, so Vorstandsmitglied Günter Dresen.
Mit viel Schwung ist die Bank in das Jahr 2010 gestartet, wie Vorstandsmitglied Norbert Philipp berichtete. So konnten in den ersten 5 Monaten des Jahres insgesamt 365 neue Mitglieder gewonnen werden. Deutliche Zuwächse sind in den ersten Monaten auch bei den Kundeneinlagen zu verzeichnen, die insbesondere dank des attraktiven Tagesgeldkontoangebotes mit einem Zins von bis zu 1,11 % bis Ende Mai um rd. 14 Mio. Euro auf knapp 150 Mio. Euro zulegten. Ausgebaut hat die Bank in 2010 auch das Produktangebot. Neben der Einführung des Tagesgeldkontos wurden auch die Kontomodelle für Privatkunden überarbeitet und den individuellen Bedürfnissen angepasst. In diesem Zusammenhang bietet die Volksbank Wilhelmshaven als erste Bank in Wilhelmshaven ihren Kunden die individuelle Gestaltung der ganz normalen VR-BankCard an, wie Norbert Philipp mitteilte. Dabei bestimmt der Kunde selbst, was genau er auf seiner Karte abgebildet haben möchte. Bis zum 30. Juni 2010 gilt noch das Einstiegsangebot von 9,90 Euro für die persönliche Bildkarte. Seit Ende Mai können Kunden der Volksbank Wilhelmshaven auch ganz bequem mit Wert-papieren handeln, denn das Online-Depot ist verfügbar. Damit besteht für die Kunden der Volksbank Wilhelmshaven die Möglichkeit, besonders bequem und praktisch vom heimischen PC aus Wertpapiere kaufen oder verkaufen zu können. Vorteile dabei sind:
  • Sicherer Zugang mit verschlüsselter Übertragung
  • Bequemer Zugriff per Internet
  • Erteilte Aufträge bis zur Ausführung ändern oder streichen
  • Überblick über Depot-Bestand und Stand der Auftrags-Ausführung
  • Integrierte Börsen-Infos und Analyse-Instrumente für die persönliche Anlage-Entscheidung,
wie Norbert Philipp betonte. Bis zum Jahresende soll es darüber hinaus möglich sein, alle wesentlichen Produkte des Bankgeschäftes „von zu Hause aus“ abschließend selbst ausführen zu können. Mit diesem zusätzlichen Angebot komplettiert die Volksbank Wilhelmshaven ihr Kundenangebot und kommt hiermit den ausdrücklichen Kundenwünschen nach Unabhängigkeit von den Öffnungszeiten nach.

Im Anschluss an die Tagesordnung informierte der Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft, Herr Dipl.-Ing. Axel Kluth, die anwesenden Vertreter, Ersatzvertreter und Gäste über den aktuellen Stand der Realisierung des Containerhafens in Wilhelmshaven und dessen Bedeutung für die heimische Wirtschaft.